CD ROM Akzeptanz und Perspektiven
I n h a l t s v e r z e i c h n i s s
1. E i n l e i t u n g
Für viele ist das CD-ROM-Laufwerk der aktuellste Peripherieteil, das man in einen PC einbauen kann. Doch tatsächlich gehören diese Laufwerke schon seit beinahe zehn Jahren zur Palette der Bauteile, mit denen man einen Personal Computer erweitern kann. Allerdings hat das kaum jemand zur Kenntnis genommen, denn lange Jahre waren diese Laufwerke einfach unerschwinglich.
Das Angebot an CDs beschränkte sich auf wenige Datensammlungen, die für fünfstellige Summen verkauft wurden - da machte es dann wenig aus, wenn ein CD-Laufwerk ein paar tausend Mark kostete - meistens war es ohnehin im Preis der CD enthalten. Und wenn nicht, war das auch egal, denn eine CD kaufte nur, wer die Daten dringend brauchte, und der konnte Laufwerk und Daten betrieblich nutzen und entsprechend abschreiben. An Multimedia-CDs mochte damals noch niemand denken. Der normale PC war mit einem 286er Processor ausgestattet und hatte bestenfalls 640 Kbyte Arbeitsspeicher.
CD-ROMs gibt es ohne Ende. Ob's das Fitneßprogramm, der Tanz- oder Kochkurs ist, ob es um Lebenshilfe oder Gartenbepflanzung geht, kein Thema, das sich auf dem neuen Medium nicht besser vermarkten ließe. Versandhäuser bringen ihre Kataloge auf CD, Fotomodelle pressen ihre Setcards auf die Silberscheiben. Die Industrie verschickt Geschäftsberichte auf CD-ROM, betreibt Imagepflege und wirbt für neue Produkte, manchmal verknüpft mit Reiseführern und Spielen - " Werbe-CDs ", für die Sie zahlen müssen.
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2. Wichtige Angaben, die man wissen müßte
a) Technische Angaben
Man hört oft von Double-Qudro-Sechs-fachspin Lauferke. Was versteht man eigentlich darunter?
Singlespin-Laufwerke (foto): Die CD-ROM-Laufwerke mit einfacher Umdrehungsgeschwindigkeit kommen lediglich auf eine Datenübertragungsrate von 150 KB pro Sekunde.
Doublespin-Laufwerke schaffen eine Datenübertragungsrate von bis zu 300 KB pro Sekunde. Sie eignen sich im Prinzip für alle Anwendungen mit Ausnahme von Videos. Hier stoßen sie an ihre Leistungsgrenzen.
Qudraspin-Laufwerke (foto):haben eine Datenübertragungsrate von etwa 600 KB pro Sekunde und zählen bislang zum gehobenen Segment.
Sechsfachspin-Laufwerke erreichen eine Datenübertragungsrate von bis zu 900 KB pro Sekunde. Sie sind für den professionellen Einsatz geeignet, bei dem es um sehr große Dateien geht.
CD-ROM-Laufwerke: worauf man achtet !!!
Geschwindigkeit: Hier geht es uns um die Zugriffszeit und um die Datenübertragungsrate.
Die Zugriffszeit ermitteln wir anhand eines Zufallstests und einer komplexen Datenbankabfrage. Beim Zufallstest messen wir die Zeit, die das Laufwerk benötigt, um 100 willkürlich auf der CD-ROM verteilte Dateien zu öffnen und zu schließen.
Um eine Datenübertragungsrate zu bewerten, nehmen wir zunächst die Zeit, die das Laufwerk zum Kopieren einer 10 MB großen Datei von CD auf Festplatte braucht.
Multimedia-Leistung: Für einen sinnvollen Multimedia-Einsatz muß das CD-ROM-Laufwerk große Datenmengen kontinuierlich übertragen können. Ebenso wichtig: Der Processor darf durch den Transfer nicht zu stark belastet werden, da er gleichzeitig dringend für andere Aufgaben benötigt wird, etwa um Ton- und Videodaten zu dekomprimieren.
Mit einem 386er kommt man nicht mehr weit. Die meisten Produkte laufen ab einem 486-PC unter Windows und sind deutschsprachig. Bei den Musik-CD-ROMs haben wir die sogenannten Mixed-Mode-CDs ausgespart (es gibt einen Datentrack, der nur auf dem PC läuft, der Rest läßt sich im normalen CD-Player abspielen). Obwohl Mixed-Mode-CDs meist mit Hintergrundinfos sowie Minivideos und Fotos der Band aufwarten, liegt der Schwerpunkt bei den Musiktiteln. Sie sind daher eher vergleichbar mit AudioCDs, oft aber - ungerechtfertigt - erheblich teuer.
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b) CD-Writers
Bei den bis jetzt üblichen CD-ROMs war es nur möglich, die Daten zu lesen. Es gab keine Möglichkeit, eigene Daten darauf zu speichern. Mit CD Writers ist man jetzt in der Lage, direkt auf Silberschein schreiben. Damit ist auch eine eigene (home)-Produktion möglich. Die Tabelle zeigt, was dieses Vergnügen kostet.
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c) Preisliste
Abhängig vom Hersteller und verschiedenen technischen Merkmalen kommt man zu unterschiedlichen Preisen von standarden CD-Roms. Mehr sagt die Tabelle.
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3. Einleitung der CD-ROMs
1. Home-Edukation
2. Content
3. Games/Other Home
4. Languages & Tools
5. Other Produkts
6. K A T A L O G S
1. Unter Home-Edukation versteht man CD-ROMs mit dem Inhalt z.B.über verschiedene Tiere, über wisenschaftliche Themen usw.
2. Zu Content zählt man Interaktive Multimedia Encyklopedie wie z.B. Encarta'95 oder auch viele Bücher, die auf CD-ROMs umgeschrieben sind, aber jetzt mit mehr Suchmöglichkeiten und mit noch größerem Multimedia-Erlebniss.
3. Games/Other Home und Languages & Tools braucht man nich viel zu erklären. Darunter versteht man, wie gesagt, Spiele, Sprachen, Tools-programmen usw.
4. Other Produkts beziehen sich auf alle andere Kategorien, die nicht zu den oben erwähnten Kategorien gehören. Das sind meistens verschiedene Datenbanken, Instalationsprogramme,
Werbungsmaterialen usw.
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4. CD - ROM Katalogen
Wenn man gedruckte Kataloge mit CD-ROM Katalogen vergleicht, sieht man die Vorteile darin, daß sie übersichtlicher gestaltet sind und ein begleitender Berater im Programm ist.
Dazu kommen noch Musik, Videos, Spaß; Bestellmöglichkeiten sind durch Fax/Modem gegeben. In der Herstellung sind die CD-ROM Kataloge wesentlich günstiger als herkömmliche.
Der Anwender bzw. Kunde hat eine bessere und schnellere Artikelübersicht, spart dabei Zeit und findet sogar noch Spaß bei der Arbeit. Die Kunden erwarten von einem elektronischen Katalog - so auch seine Erfahrung - eine höhere Funktionalität als in der Papierfassung. Dazu zählen komfortable Suchmöglichkeiten, intelligente Beratungswerkzeuge, grafische Konfigurationselemente und Berechnungsmodule. CAD-Zeichnungen oder Normvorschriften lassen sich ebenfalls integrieren. Der Inhalt dagegen ist manchmal mehr als dürftig: Oft wird nur ein Bruchteil der Speicherkapazität einer CD genutzt, und von "multimedial" kann nicht die Rede sein. Man möchte nicht nur lesen
( müssen ) am Bildschirm, sondern auch etwas hören und nicht nur Bilder, sondern auch Animationen und Videos sehen. Viele CDs erwecken jedoch den Eindruck, als habe man nur Bücher eingescannt.
Wie die Hersteller, Unternehmen und Anwender über CD-ROM Katalogen miteinander verbunden sind, kann man auch folgender Maßen bezeichnen.
Laut Statistik besitzen 1,5 Mill. Deutsche einen Computer mit CD-ROM, was die Hersteller anregte, die Produktion zu erweitern. Zuerst muß man sich das vorhandene Printwerk anschauen und die Frage beantworten, was man übernimmt und welche Teile es neu zu strukturieren gilt. Dabei geht es vor allem um den Wiedererkennungswert für die Anwender, der bisher mit dem Printkatalog gearbeitet hat. An Unternehmen liefert man nur das Gerüst, das dann die Daten aufnimmt. Updates können die Unternehmen später selbst damit vornehmen.
CD-ROM wird in Zukunft mehrsprachig. Es enthält nicht nur ein multimediales Präsentationssystem, sondern auch verschiedene intelligente Auswahlmodule. Hat ein Kunde keine präzise Vorstellung der benötigten Produkte, kann er mit Hilfe einer vorgelagerten Beratungskomponente seinen Bedarf ermitteln und das Spektrum eingrenzen. Das System fragt bestimmte Stereotype ab und gleicht sie mit den Produkten in seiner Datenbank ab.
Deshalb sind immer mehr Unternehmer daran interessiert, ihr Angebot auf CD-ROM zu bringen.Es ist zu erwarten, daß die CD-ROM Kataloge in Zukunft noch ein breiteres Spektrum umfassen werden.
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5. Statistik
Auf dem Markt geht es längst nicht mehr um ein Experiment mit den neuen Medien, sondern schlicht um die Staffelung der Katalogproduktion und um Kostenreduzierung. Pro Jahr gibt z.B. die Firma Klöckner-Moeller GmbH (Elektrotechnikhersteller) rund 4,5 Millionen Mark allein für die Herstellung von Katalogen aus. Dazu kommen die Kosten für die Redaktion der Nachschlagewerke. Der Hauptkatalog wird in einer Auflage von rund 180 000 Exemplaren über den Direktversand, den Elektrogroßhandel und auf Messen kostenlos an Interessierte und Kunden verteilt. Insgesamt steckt im Umstieg auf die digitale Passung ein Einsparungspotential von gut der Hälfte der vorherigen Kosten. Otto, Multimedia-Pionier in der deutschen Versandhausszene, brachte bereits im letzten Jahr einen digitalen Katalog in einer Auflage von insgesamt 70 000 Exemplaren heraus. Die Nachfrage war so enorm, daß sie zweimal nachlegen mußten. Deshalb wurde die Frühjahr/Sommer-Ausgabe mit einer Auflage von 100 000 Stück gestartet.
Die Software Publishers Association (SPA) errechnete für 1994 einen Absatz von knapp 28 Millionen CD-ROMs, wobei die Zahlen auf den Reports von 52 Firmen basieren. SPA weist deshalb gleichzeitig darauf hin, daß die Angaben nicht für die gesamte CD-Softwareindustrie repräsentativ sind. Um etwa 200 Prozent, schätzt SPA, hat der CD-ROM-Absatz gegenüber 1993 zugenommen. Mit 258 und 222 Prozent zählen die Genres "Home Edukation" und "Games/Other Home" mit zu den höchsten Steigerungsraten. Das Umsatzwachstum bei Sprachen und Tools auf CD-ROM erreicht bei SPA sogar die Rekordmarke von 434 Prozent gegenüber 1994.
Laut Statistik sind bereits rund 1,5 Millionen Rechner in Deutschland mit CD-ROM-Laufwerken ausgestattet. Experten prophezeien der CD-ROM einen gigantischen Siegeszug. Laut Prognose schätzt man, daß Multimedia- bzw. Eletronic Publishing-Software für Consumer im Jahr 2000 ein Umsatzvolumen von rund zwei Milliarden Deutsche Mark erreichen wird...
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Autor: Vuksanovic Zeljko
Email: 100771.3220@compuserve.com , 1996, 01 - 21, München