Was geschieht beim Einbau von Erweiterungskarten ?

Oder anders gefragt, was macht nun eigentlich eine Karte wenn sie eingebaut wird. Das Problem besteht darin, das dem Bussystem mitgeteilt werden muß wo diese Karte anzutreffen ist und welchen Typ diese Karte hat. Wir versuchen nun diese nicht triviale Vorgehensweise möglichst einfach zu erklären. Jede Karte im PC besitzt eine eigene Adresse. Diese Adresse kann man teilweise mit der einer Privatperson vergleichen. Der I/O-Adressbereiche, also der für Ein- und Ausgabeoperationen zuständige Bereich des Adressbuses der Karte ist mit dem Straßennamen vergleichbar. Dadurch wird festgelegt an welche Adresse Daten geliefert werden müssen, die für die Karte bestimmt sind bzw. wo Daten die von der Karte bereitgestellt werden abgeholt werden können. Die Hausnummer steht stellvertretend für die Speicheradressen der Karte und die Telefonnummer ist der Nummer des Interrupts gleichzusetzen. Über Interrupts teilt die Karte dem System mit, daß sie Informationen hat die sie weitergeben möchte. Anhand der Interruptnummer kann das System also ermitteln, welche Karte Daten zum Abholen bereitstellt. DMA-Kanäle (Direct-Memory-Access) kann man mit den Privatadressen kaum vergleichen. Die einfachste Erklärung währe, wenn man jedem sein eigenes Informationssystem zuteilen würde, mit dem man die schnellstmögliche Verbindung zu Auskunftsstellen bekommen kann. Das Problem hierbei ist nun, daß jeder Karte eine eindeutige Adresse zugeordnet wird. Ist dies nicht der Fall, kann das Bussystem nicht entscheiden wo welche Karte anzutreffen ist. Daraus resultierende Fehler führen meist dazu, daß während des Bootens Fehlermeldungen angezeigt werden und der Rechner nicht in der Lage ist seine Arbeit fortzusetzen. In diesen Fall beginnt die schwierige Suche nach dem Übeltäter, der sich nicht an die Adressnormen hält.


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