**************************************** HTML Entstehung

HTML ist ein vereinfachtes Derivat von SGML. Dieser HTML-Code umfaßt nur ASCII Text, d.h. nur die Alphanumerischen Zeichen und die Orthographischen Zeichen einer Tastatur. Das HTML-Dokument wird auf einem Webserver zu Verfügung gestellt und kann von einem Webclient abgefragt werden. So ein Webclient ist jede beliebige Browsersoftware wie Netscape, Mosaic, Lynx, etc., welche den HTML-Code interpretiert und in ein lesbares Bildschirmformat umsetzt, mit welchem der Anwender dann in der Regel interagieren kann. Die Entwicklung von HTML umfaßte anfangs nur die Gestaltung von Texten, deren Gliederung und die Links. Dann kamen die Inline Grafiken (=in den Text fließend eingebunden), Listen und diverse Linktypen dazu. Als weitere Entwicklung wurden Formulare und Clickable Maps eingeführt, welche die Interaktion mit einer Serversoftware ermöglichen und teilweise auch erfordern. In unseren Tagen kommen immer mehr die Gestaltungsmöglichkeiten hinzu. Allerdings muß dazu gesagt werden, daß die Philosophie von HTML dem nicht ganz entspricht. Denn es ist wie SGML eine Markup Language (Aufzeichnen) und nicht eine Make Up Language (Schminken). Der Sinn war eigentlich, das der Anwender und Leser eines HTML-Dokumentes das Aussehen seiner Bedürfnisse und seiner Vorlieben selber anpassen kann. Heute werden Styling und Cooperate Identity dem Anwender geboten, weil die Autoren nicht mehr nur Informationen darbieten wollen, sondern auch ihre eigenen Interessen und ihre eigene Individualität symbolisieren müssen. Man zeigt, was man kann! Diese Entwicklung machen sich die Browser-Hersteller zu Nutze und implementieren spezielle HTML-Zusatzfunktionen in ihren Produkten, um die Autoren zu ihrer Technologie zu bewegen, um ihre eigenen Marktanteile zu festigen und zu steigern. Allerdings werden Anwender und andere Browser-Hersteller von dieser Browser-Technologie Abhängig gemacht, weil nur noch damit ein HTML-Dokument richtig und auch lesbar vollständig angezeigt wird (z.B. Tabellen aus Netscape 1.1 und jetzt Frames seit Netscape 2.0). Aus dem Wettbewerb heraus muß dann der Programmierer eines Browsers sein Produkt zu anderen kompatibel machen. Diesen Kreislauf kann man am besten durch die schnellen Entwicklungen bei Netscape´s Navigator und Microsoft´s Internet Explorer erkennen. Wohin das führen wird hängt von der Akzeptanz der Internet-Gemeinde ab und das ist es, was das Internet so interessant macht: Wir können es selber gestalten.

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MAIL TOMARKUS KAISER Erstellt: 24. Jan. 1997 Updated: 24. Jan. 1997