
Seminar: Krisen in Computernetzen Semester:
WS 1996 / 24.01.1997
Seminarleiter: Dr. Werner Eberl
Matrikelnummer: 02113196
Inhalt
Einleitung
1. Was ist Digitalisierung?
a, Erläuterung
b, Technik
c, Das Bit
d, Multimedia
2. Vorteile der Digitalisierung
a, Gesehen am Buch
b, Die Fehlerkorrektur
c, Die Kosten
d, Virtuelle Realität
3. Nachteile der Digitalisierung
a, Datenmißbrauch
b, Entwicklung der Computer
c, Kompatibilitätsprobleme
4. Die Zukunft der Digitalisierung
a, Die Verbesserung
b, Das Wort
c, Die Arbeit
d, Das Fernsehen
Schlußwort
Literaturverzeichniss
Einleitung
Die Digitalisierung spielt in unserem heutigen Leben eine immer größere Rolle. Ohne die Möglichkeit, Informationen digital zu speichern, könnte eine Gesellschaft wie die unsrige heute nicht mehr existieren. Zu viele Bereiche des modernen Lebens sind nicht mehr denkbar ohne die Hilfe von Systemen die Daten digital verarbeiten. Stellen Sie sich vor, eine Bank, die ihre gesamten Geschäfte mit Karteien und der gelben Post abwickeln müßte.
Deshalb stellt sich die Frage: Warum wird der Wechsel von einer analogen Welt zu einer digitalen Welt gerade jetzt vollzogen? Weil sich der Wechsel exponentiell verhält, kleine Unterschiede von Gestern können Morgen entscheidende Konsequenzen nach sich ziehen.
Als Beispiel nehmen wir ein Monatsgehalt das sich an jeden Wochentag verdoppelt. Das würde bedeuten, am Monatsersten bekomme ich einen Pfennig, am Monatszweiten zwei Pfennig, am Monatsdritten vier Pfennig, am Monatsvierten acht Pfennig usw..
Zum Vergleich würde ich im Januar 21 Millionen Mark mehr verdienen, statt 2,6 Millionen die mir der Februar durch weniger Monatstage einbringen könnte. Und so eine ähnliche Arbeitsgeschwindigkeit haben Computer heute. Bei einem Mosaic Browser ist ein 11% Anstieg im Monat momentan festzustellen. Im Internet sind es immerhin 10 %, das heißt wenn der Anstieg so anhalten würde wäre 2003 die Zahl der Benutzer größer als die der Weltbevölkerung.
Auch der nicht abreisende Fortschritt in der Entwicklung
zwingt uns in die Sphären der Elektronik einzudringen. Früher
gab es Mainframes , heute hat man den Computer auf
dem Schoß oder in den Taschen. Bald wird es sogar Armbänder,
Uhren oder Ohrringe mit mehr Speicherkapazität geben als
es bei den heutigen Computern nicht einmal vorstellbar ist.
1. Was ist Digitalisierung ?

Je geringer der Abstand der Rasterung ist desto genauer
wird das analoge Eingangssignal abgetastet und kann somit auch
genauer reproduziert werden. Die Quantelung wird auch als Auflösung
bezeichnet, mit wieviel Bits das analoge Signal umgewandelt wird.
Um Digitalisierungen in einer Qualität zu erzeugen, damit
das analoge Signal wieder rekonstruiert werden kann, ist es notwendig,
das Signal mit einer Rate abzutasten, die das doppelte seiner
höchsten Frequenzkomponente beträgt. Bei einer CD beträgt
die Rasterung 44 kHz und die Quantelung wird mit 16 Bits durchgeführt.
Dies bedeutet, in einer Sekunde wird das Musiksignal 44000 mal
abgetastet und jedes mal wird es in eine 16 Bit lange Zahl umgewandelt.
Die Abtastrate von 44 kHz ergibt sich folglich daraus, daß Musik bis etwa 22 kHz wahrgenommen werden kann. Ein Signal, daß mit solchen Abtastdaten drei Minuten digitalisiert werden würde, benötigte einen Speicheraufwand von über 15 Mbyte! Die Erhöhung der Anzahl der Bits bei der Quantelung und der Verringerung der Rasterabstände bewirkt aber, daß die Datenmenge, die ausgewertet werden muß, um ein vielfaches gegenüber dem Ursprünglichen absteigt. z.B.: Schallplatte hat unendlich viele Schalldruckstufen, bei der Digitalisierung sind höchstens 64000 Bits pro Sekunde möglich. d.h. Es werden bei einem Konzert verschiedene Klänge nicht mehr wiedergegeben, wie das fallenlassen eines Taschentuches
2. Vorteile der Digitalisierung
Viele Vorteile erhalten wir durch den Umgang mit
digitalisierten Informationen. Es darf dabei aber nicht übersehen
werden, daß damit auch Einschränkungen und Nachteile
verbunden sind.
3. Nachteile der Digitalisierung
Jede Technologie und jeder Gedanke der Wissenschaft hat Schattenseiten und die Digitalzeit bildet dabei keine Ausnahme.
Das Für und Wieder der fortschreitenden Digitalisierung
in unserer Gesellschaft ist ein umfangreiches Themengebiet. Eine
genauere Untersuchung würde weit über den Rahmen meiner
Arbeit hinausgehen.
4. Die Zukunft der Digitalisierung
Ein großes Problem der Sprache ist, daß nicht nur die Wörter von Bedeutung sind, z.B.: Leidenschaft, Sarkasmus, Wert, Zweideutigkeiten, Unterwürfigkeit und Ermüdung und zwar immer exakt mit den selben Worten. z.B.: wenn sie eine Fremdsprache relativ gut, aber nicht perfekt beherrschen, werden sie feststellen, daß eine Radiosendung mit atmosphärischen Störungen für sie so gut wie nicht zu verstehen ist. Für jemand der die Sprache fließend spricht, ist das Signal meist nur störend. Erkennen und Verstehen sind eng miteinander verknüpft. Problem der Spracherkennung besteht aus drei Ebenen.
Niemand möchte zu seinem Computer sprechen müssen, wie ein Tourist, der im Ausland ein Kind etwas fragen will und dafür jedes Wort sorgfältig ausspricht und lange Sprechpausen macht.
Schlußwort
Wir könnten eine Gesellschaft mit wesentlich weniger Lernbehinderten Kindern und einer viel größeren Zahl von behindertengerechten Einrichtungen werden, als es im Moment möglich erscheint. Der Computer kann uns dabei helfen, indem er uns die Möglichkeiten bietet, Kinder mit den unterschiedlichsten Lernvorraussetzungen zu unterrichten. Dafür müssen
Maschinen sich aber ohne Schwierigkeiten untereinander verständigen können, damit sie für den Menschen von Nutzen sind, denn sobald man Batterien in minimaler Größe bauen kann, werden alle Gegenstände aktiv digital sein.
Dann könnten ihre Teetassen, Kleidung und auch ihre Bücher im Haus sagen, wo sie sich gerade befinden. In der Zukunft wird der Gedanke, etwas nicht mehr finden zu können, ebenso unvorstellbar sein wie die Idee, daß ein Buch vergriffen ist.
Computerkordsamt, Speichermusselin und Solarseide könnten die Stoffe für den digitalen Anzug von Morgen sein.
Gebremst wird dies leider nur durch die schildkrötenartige Entwicklung im Energiebereich.
Wahrscheinlich spielen in unserer digitalen Zukunft, Zeitzonen eine wichtigere Rolle als Handelszonen.
Projekte werden in einem 24 Stunden-Zyklus um die Welt reisen, wobei die einen arbeiten während die anderen schlafen.
Auch wenn es viele Nachteile mit sich bringt wird
die Digitalisierung durch ihre vier mächtigen Eigenschaften
doch zum Triumph führen.
1. Dezentralisierung
2. Globalisierung
3. Harmonisierung und
4. Befähigen zum Handeln
Literaturverzeichnis
Borucki, Lorenz
Grundlagen der Digitaltechnik
B.G. Teubner Verlag Stuttgart
2. Auflage 1985
Negroponte, Nicholas
Total Digital
C. Bertelsmann Verlag GmbH
2. Auflage, München 1995
Weis, Kurt
Sicherheit in der Informationstechnik
Oldenburg Verlag
1. Auflage, Wien 1994