Win NT 3.51 / 4.0Am „Anfang“ war Win 3.1. Als ultimatives System angekündigt folgte Win NT 3.51.
Die alte Benutzeroberfläche von Win 3.1 die übernommen wurde, war oft der Auslöser zum Wechsel auf das spätere System Win 95.
Bevor jedoch Win 95, durch große Werbung zum Startverholfen wurde, versuchte Microsoft endgültig Programmierer und Anwender mit Win 3.11 auf den 32-Bit Pfad zu bringen.
Da bei Win 95 die Mängel jedoch über die Inovationen triumphierten, war eine weitere Neuerung von Nöten: NT 4.0.
Dieses System beinhaltet fast die Stabilität von NT 3.51 und die Oberfläche von Win 95.
Der Benutzer kann beim Starten immer noch auf das altgewohnte System DOS zurückgreifen,
wodurch auch der Spielindustrie das Überleben gesichert ist, da NT Spielereien nicht zuläßt.
Weiterhin läßt sich statt des üblichen Dateisystems FAT, die Festplatte, wie bei OS/2 auf NTFS formatieren.
Längere Dateinamen werden dadurch möglich und die Festplatteverwaltung vereinfacht.
Nachteilig ist hierbei, daß, wenn das System einmal abgestürzt ist, es schwierig wird, wieder an die in NTFS formatierte Festplatte heran zu kommen.
Was macht Win NT so stabil?
Es gibt keinerlei Resourcenprobleme auf Grund seiner Architektur.
Des weiteren kann das System komplett protokolliert werden. Auftretende Probleme können somit leichter analysiert werden.
Drei Rechenabläufe sind kennzeichnend für dieses System.
Im ersten werden 32-bit Abläufe bahandelt. Dies geht über den Kernel.
Der zweite Ablauf ist eine Emulationssitzung für 16-Bit Windows-Programme.
Hier werden diese Anwendungen gesondert verarbeitet und erhalten einen abgegrenzten Speicherbereich für alle 16-Bit Abläufe.
Die Dienste die parallel im Hintergrund ablaufen, werden im dritten Rechenablauf geregelt.
Ebenso wie bei Unix kontrolliert auch hier das System Hard- und Software.
Allerdings führen fehlerhafte Gerätetreiber, wie bereits erwähnt, auch hier zu Systemproblemen.
Das PC-Vergnügen ist allerdings nicht ganz sorgenfrei.
Zu den Höhepunkten einer jeden NT-Anwendung gehören sicherlich die „Blue-Screens“.
Eigenwillige Zahlenkombinationen auf blauem Untergrund signalisieren dabei dem
PC-Anwender das Ende der heutigen Sitzung.
Sollte dieses Ende sich schon während des Bootens einstellen, also der Bootprozeß nicht in Gang kommen, ist dies oft auf den Neueinbau von Festplatten, Partitionsarbeiten oder Installationen anderer Systeme zurückzuführen.
NT verfügt über die Möglichkeit sich durch die „Last-Known-Good-Boots“ zu reparieren.
Diese Startoption kann am Anfang durch drücken der Leertaste aktiviert werden.
Hier handelt es sich um die zuletzt funktionierende Bootsequenz.
Werden wir jedoch nach dem „Logon“ mit einem „Blue-Screen“ begrüßt , so wurde bereits die letzte funktionstüchtige Startkonfiguration überschrieben.
Dem entnervten Hobbyprogrammierer bleibt dann nur noch der Griff zur Bootdisk.
Stellt sich auch hier in absehbarer Zeit kein Erfolgserlebnis ein, so muß das System neu installiert werden.
Auch unter NT gibt es noch die Möglichkeit durch gutes Geschick und einem „Rumbasteln“ an der boot.ini das System wieder in Gang zu bekommen.